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Bunker in Hamm

 

In Hamm wurden im Zweiten Weltkrieg 14 Hochbunker gebaut, um der Bevölkerung vor den alliierten Luftangriffen Schutz zu bieten. Noch heute prägen viele dieser Stahlbetonbauten, die heute noch zum Teil betriebsfähig sind und dem Zivilschutz dienen, das Hammer Stadtbild.
Hamm gehörte während des Krieges zu den am häufigsten angegriffenen Städten im Ruhrgebiet. Hauptgrund war die große Bedeutung des Hammer Verschiebebahnhofes. Bei den Luftangriffen sollen etwa 20.000 Spreng- und 80.000 Brandbomben abgeworfen worden sein, wobei circa 5500 Wohnungen total zerstört wurden und über 2500 Menschen ums Leben kamen.

Begonnen wurde mit dem Bau der ersten Bunker im Dezember 1940.
Die ersten Bunker (Großer Sandweg, Schillerplatz, Viktoriaplatz, Bad Hamm und Posener Straße) waren bis Ende 1941 einsatzbereit. 
Es folgten anschließend noch die Bunker: Widumstraße, Feidikstraße, Westentor, Vorsterhauser Weg, Vorheider Weg, Langewanneweg, Nordenwall, Sternstraße, Rothebach und Ostenwall.


Bunker am Schillerplatz

Der am nördlichen Kopfende des Schillerplatz stehende Luftschutzbunker Nr. 2 gehörte zu den Ersten die in Hamm errichtet wurden. Die Baumaßnahme begann im 1. Quartal 1941.
Heute gehört er zu den beiden sehenswerten
architektonisch umgestalteten Zeitzeugen (Bunker „Am Schillerplatz“ und Bunker „Rothebach“), der Hammer Bunkergeschichte.

Schillerplatz

Im Hammmagazin Ausgabe Juli 2014 habe ich gelesen, dass man sich schon 1992 mit der Nachnutzung des Schillerplatz-Bunkers beschäftigte. Geplant war ein Theater im Bunker zu erschaffen, doch das Hammer Bauamt stand diesen Plänen skeptisch gegenüber. Die Stadtplaner legten Wert auf den mahnenden Erhalt der Ursprungsfassade. So bat man anschließend den Hammer Architekten Wilhelm Teigelkötter um einen Entwurf. 
Bunker Schillerplatz

Für bescheidene 6000,00 DM konnte Teigelkötter das Grundstück samt Bunker erwerben und dann an vier Bauherren seine Penthouseähnlichen Wohnungen mit Dachterrasse zu vermarkten. Grundstück und Bunker gehören nach wie vor ihm. „Alle vier Eigentümer-Parteien wohnen dort oben wie auf einer kleinen Insel und leben sehr gut miteinander“, beschreibt Teigelkötter den besonderen Charme der Penthouse-Anlage“.


Bunker am Rothebach

Auch dieser Bunker gehört zu den sehenswerten architektonisch umgestalteten Zeitzeugen der Hammer Bunkergeschichte.
Bunker Rothebach

Bunker Rothebach 1
1942 begannen die Arbeiten an dem geplanten neunstöckigen Luftschutzbunker.
Während der Bauarbeiten, es waren 5 Geschosse fertiggestellt, war der Krieg vorbei und die Bauarbeiten wurden eingestellt.

Mit seinen fünf Stockwerken und einer Höhe von knapp 14 m und den 2 m dicken Betonwänden, die an vielen Stellen noch zahlreiche, aus den Fliegerangriffen stammenden Einschusslöchern aufweist, ist er trotzdem ein ziemlicher Koloss.

Heute befindet sich, wie auch auf dem Schillerplatzbunker, ein Wohnhaus auf dem Dach des Bunkers. Die Bewohner des Penthouses sind auch die ersten Nutzer des Bunkers: „Nach fünf Bombardierungen war der Krieg vorbei, ohne dass je Menschen im Bunker Schutz gesucht hatten.


Luftschutzbunker Viktoriaplatz


Bunker am Viktoriaplatz

Der 4-geschossige Hochbunker am Viktoriaplatz wurde im Herbst 1944 bei einem alliierten Luftangriff von Sprengbomben getroffen.

So wie ich bei HammWiki gelesen habe, gab es bei diesen Treffern des Bunkers keine Tote und Verletzte
.


Bunker “Bad Hamm”

Luftschutzbunker Bad Hamm

 Luftschutzbunker „Bad Hamm“ an der Kreuzung Ostenallee/Fährstraße, Nähe Kurhaus.
Der 7-geschossigen Bunker war im Herbst 1942 einsatzbereit und faste 1.200 Personen. Nach dem Zweiten Weltkrieg, bereits 1946 wurde hier ein Bunkerhotel mit 120 Betten eingerichtet, die angeblich sogar sehr gemütlich gewirkt haben sollen. Später wurde dort in einem Anbauteil ein Kiosk betrieben den es heute aber nicht mehr gibt.


Luftschutzbunker Widumstraße

Bunker “Widumstraße”

Der 9-geschossiger Luftschutzbunker an der Widumstraße wurde im Jahr 1941 erbaut.

Dieser Hochbunker ist der Einzige mit einem 8-Eckigen Grundriss der damals in Hamm gebaut wurde.

Die Aussenwände aus Stahlbeton haben eine Stärke von zwei Metern.

Gelegentlich werden in diesem Bunker noch Führungen durchgeführt
.


Bunker „Feidigstraße“
Hochbunker Feidigstraße

Der Hochbunker an der Feidikstraße/Ecke Sedanstraße wurde ab der 2. Jahreshälfte 1941 errichtet und hatte ein Fassungsvermögen für ca. 3.500 Personen. Die Außenwände des 9-geschossigen Betonbaus sind 2 Meter dick und die Abschlussdecke hat eine Dicke von 1,80m.


Bunker „Westentor“

Hochbunker Westentor

Der 9 geschossige Hochbunker am Westentor ist einer von vier Baugleichen Luftschutztürme in Hamm und bot während des Krieges Schutz für 3500 Personen. Auf jeder der Etagen befinden sich 12 Schutzräume. Heute wird er aktuell für den Zivilschutz genutzt. Baubeginn war im Sommer 1941 und wurde von der Baufirma Helmich errichtet.
Die Außenwände sind zwei Meter stark und die Abschlussdecke ist 1,80 Meter dick.


Hochbunker Vorsterhauser Weg





Bunker „Vorsterhauser Weg“

Einer der Hochbunker die sich heute in Privatbesitz befinden.
Er dient heute der Firma Mühlen- und Nährmittelwerke Jäckering teilweise als Lagerfläche.


Hochbunker Vorheider Weg



Bunker “Vorheider Weg”
Mehrere Bunker in Hamm sind baugleich. So auch dieser mit dem am “Westentor”, “Vorsterhauser” Weg und dem an der “Feidikstraße”.

 Die Außenwände des 9-geschossigen Betonbaus sind 2 Meter dick und die Abschlussdecke hat eine Dicke von 1,80m.

Auch dieses Gebäude wird aktuell für den Zivilschutz genutzt und bietet als öffentlicher Schutzraum Platz für 998 Personen.


DGB-HAUS 2009
Luftschutzbunker 12 und 13

Beide wurden nie gebaut.
Hier wurde jeweils nur die Bodenplatte gegossen.

Auf der Bodenplatte am Nordenwall wurde später des DGB-Haus errichtet „auch Nordturm“ genannt, heute Geschäftsräume der VIACTIV Krankenkasse.

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uf der Bodenplatte an der Sternstraße wurde ebenfalls ein Haus errichtet.


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