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Reiseverlauf

Urlaub in Walsrode 2026

Walsrode

Radtour Grundloser See

Weltvogelpark Walsrode

Radtour - Große Vogelpark-Regionen

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Radtour - Obstradler-Route

Große Vogelpark-Regionen-Fahrradrunde

Haben wir gestern den Weltvogelpark besichtigt, fahren wir heute mit unseren Rädern die „große Vogelpark-Regionenrunde“ ab. Als Startpunkt der Route ist der Weltvogelpark Walsrode vorgesehen. Da es sich um einen Rundkurs handelt, kann der Startpunkt jedoch auch individuell gewählt werden und so starten wir ab unserer Ferienwohnung.
Borger See

Unseren ersten Stopp machen wir am Angelparadies Borger See. Der See hat ca. 10.000 m² Wasserfläche. Entstanden ist der Angelsee durch den Sand-Abbau. Der See ist durch drei Quellen grundwassergespeist. Die durchschnittliche Wassertiefe beträgt ca. 2,50 Meter. Das Nordufer ist flach abfallend, das Ostufer und Westufer ist steiler. Der See ist von allen Seiten gut zugänglich. Der Teich ist gepflegt und es ist guter Besatz drin.
Borger-See

Während unserer Unterhaltung mit einem Angler sahen wir, wie ein Fisch angebissen hatte. Mit einem Kescher wurde eine stattliche Forelle aus dem Teich geholt.
Rhododendronsträucher

Über eine ländliche Straße setzen wir unsere Fahrt fort. Sie wird von großen, blühenden Rhododendronsträuchern gesäumt, hinter denen sich ein privates Grundstück befindet. Die blühenden Sträucher sind typisch für eine gepflegte Landschaftsgestaltung im Frühsommer. Immer wieder steigen wir vom Fahrrad, um diese prächtigen Sträucher mit ihren imposanten Blüten zu fotografieren.
Friedhof Borg-Cordingen

Auf dem Friedhof Borg-Cordingen erinnert ein zentrales, hohes Holzkreuz an die Gefallenen der letzten Kriegstage. Es trägt als markante Beschriftung das Datum „16. April 1945“.
Es steht hinter den 14 dort angelegten Kriegsgräbern, die meist sehr junge, zwischen 16 und 21 Jahren, kurz vor Kriegsende gefallene Soldaten beherbergen.
Friedhofskapelle Borg-Cordingen

An der Friedhofskapelle befinden sich zwei Gedenktafeln, diese tragen die Namen der im Ersten und Zweiten Weltkrieg gefallen Bewohner aus Borg. Kriegsgräber sind ein Ort der Trauer, der Erinnerung und der Mahnung. Ich bin dankbar dafür, dass wir bis heute im Frieden in Deutschland aufgewachsen sind. Die Gräber werden von der Reservistenkameradschaft Fallingbostel – Walsrode gepflegt.
Cordinger Mühle

Von der Cordinger Straße schauen wir hinunter ins Tal der Warnau. Hier unten liegt an den Teichanlagen die Cordinger Mühle, eine ehemalige Wassermühle mit Mühlenhof, Müllerhaus und Backhaus. Die 1810 errichtete Mühle wurde bis in die 1950er Jahre betrieben. In den 1980er Jahren wurde die Anlage restauriert und gilt heute als eines der wertvollsten historischen Gebäude im Heide-Landkreis. Heute wird das Mühlengebäude für standesamtliche Trauungen der Stadt Walsrode genutzt und für Feierlichkeiten vermietet.
Uetzingen - Fahrräder

An der Walsroder Straße, kurz vor Uetzingen kommen wir an einem historischen Fachwerkhaus mit einem roten Bachsteinfundament vorbei. Der Vorgarten ist sehr individuell und kreativ dekoriert.
Uetzingen -- Fahrräder

Auffällig ist die Reihe von bunt lackierten Fahrrädern, die als dekorative Elemente am Zaun und im Garten aufgestellt sind. Ferner befindet sich ein alter roter bepflanzter Kleinwagen, mit einer großen Kerze auf dem Dach, hinter dem Zaun.
Hermann Löns - Infotafel
Während unserer weiteren Radtour sehen wir mehrere Informationstafeln am Wegesrand, die über den Heidedichter Hermann Löns und lokale Sehenswürdigkeiten informieren.

Eine der Tafeln weist uns den Weg zum Löns-Grab und zum Löns-Denkmal.
Tietlinger Heide











Der Weg zum Löns-Gedenkstein und Grab in der Tietlinger Heide führt direkt durch den Tietlinger Wacholderhain.
Dieses urige Naturschutzgebiet bei Walsrode besticht durch knorrige, jahrhundertealte Wacholderbüsche, lichte Birken und weitläufige Heideflächen.


Die Grabstätte liegt eingebettet in eine idyllische, fast mystische Heidefläche. Charakteristisch für diesen Abschnitt der Lüneburger Heide sind die tiefgrünen Wacholder, die sich malerisch zwischen den Heideflächen erheben. Das Gelände, das das Löns-Grab umgibt, wird durch ein Gatter betreten, um die urige Natur zu schützen und streifende Heidschnuckenherden fernzuhalten.
Hermann Löns - Löns-Grab

Hermann Löns verlor in den frühen Morgenstunden des 26. Sept. 1914 bei einem Sturmangriff in der Nähe von Loivre in Frankreich sein Leben. Sein Leichnam wurde zunächst in einem Granattrichter beigesetzt. Später wurde er auf einen Militärfriedhof umgebettet, der jedoch später eingeebnet wurde. Beim Pflügen ehemaliger Schlachtfelder bei Loive tauchten schließlich Gebeine und Erkennungsmarke auf, die 1934 Hermann Löns zugeordnet wurden.
Hermann Löns -- Löns-Grab

Am 2. Aug. 1935, 21 Jahre nach seinem Tode wurden die sterblichen Überreste hier im Tietlinger Wacholderhain beigesetzt. Heute ist der Tietlinger Wacholderhain eine offizielle Gedenkstätte. Der große Findling dort trägt die Inschrift „Hier ruht Hermann Löns“.

Das Lönsgrab (die letzte Ruhestätte von Hermann Löns) und das Löns-Denkmal liegen beide nahe beieinander im Tietlinger Wacholderhain.
Tietlinger - Heide

Die direkte Verbindung zwischen dem Grab und dem Denkmal ist ein kurzer Spaziergang von 10 Minuten über Trampelpfade und befestigte Wege durch den Wacholderhain, der uns auf einem Findling angezeigt wird.
Hermann Löns - Denkmal

Das Denkmal ist ein markantes Steinmonument, das sich unweit auf einer kleinen Anhöhe (dem Hilligenberg) befindet.
Die Inschrift Hermann Löns und einige Zeilen von ihm sind in Stein gemeißelt belegen dieses Denkmal.
„Laß deine Augen offen sein, geschlossen Deinen Mund und wandle still,
so werden Dir geheime Dinge kund“.

Von dem Denkmal hat man eine schöne Aussicht auf die Heidelandschaft.
Tietlinger-Heide

Wir setzen unsere Fahrradtour durch eine wunderschöne Heidelandschaft mit Kiefern, Birken und Wacholder fort, in der wir mal radeln und auch an einigen Stellen die Räder durch sandiges Wald- und Heidegebiet schieben.
Tietlinger-Heide - 1

Nicht weit vom Löns-Denkmal liegt ein weiterer Gedenkstein, der an den Dichter Hermann Löns erinnert. Hier ist vermerkt, dass die Grabstätte des Dichters in Obhut des Kreises Fallingbostel liegt.
Tietlinger-Heide - 2

Haben wir um diese Zeit zwar noch keine blühende Heide, prägt der Besenginster mit seinen auffälligen, leuchtend gelben Sträuchern im Mai und Juni das die sonst grüne Landschaftsbild.
Bockhorn - Eilers-Hoff

Wir haben die wunderschöne Heidelandschaft verlassen und radeln nun durch das Heidedorf Bockhorn. Hier steht der historische Eilers-Hoff. Die Hofanlage besteht aus traditionellen Fachwerkgebäuden und einer reedgedeckten Scheune. Der Hof wurde erstmals um 1235erwähnt und gehört zu den Gründern von Bockhorn.

Mitten im Dorf von Bockhorn befindet sich in einem speziell gebauten Häuschen eine Uhr. Sie stammt aus dem Jahr 1948 und wurde ursprünglich kurz nach dem Zweiten Weltkrieg im Internierungslager Oerbke von inhaftierten Technikern gebaut.
Bockhorn - Uhr

Die Uhr stand ab 1948 über 40 Jahre lang im örtlichen Friedhofsturm in Bockhorn. Nachdem sie fast vergessen war, restaurierten engagierte Einwohner das Uhrwerk ab 1994. Heute steht sie geschützt hinter Glas mitten im Ort, direkt neben der dazugehörigen historischen Glocke.
Bockhorn - historischen Dorfbrunnen

Eine idyllische Szene zeigt einen historischen Dorfbrunnen mit einem hölzernen Ziehmechanismus unter üppigen Grün stehend. Eine kleine Holzbank, die uns zu einer Pause einlädt, steht in Sichtweite. Wer kann da nicht wiederstehen. Zumal eine reetgedeckte Wandertafel detaillierte Radwegekarten und Informationen für die Region Lüneburger Heide zeigte.
Rödershöfen

Eine ländliche Szene mit Eseln auf einer Weide und im Hintergrund ein historisches Bauernhof-Ensemble mit roten Ziegeldächern lässt uns für ein Foto stoppen. Es ist der Volmers Hof, ein traditioneller, bewirtschafteter Niedersachsenhof in Rödershöfen, einem kleinen Ortsteil von Walsrode mit 23 Einwohnern. Der Hof liegt weitab vom hektischen Alltag und Verkehr, umgeben von Wäldern, Wiesen, Feldern und Mooren. Der Hof bietet Urlaub auf dem Bauernhof mit einem parkähnlichen Garten und den Hoftieren wie Esel, Kaninchen und Hofhund Balu.
Meinerdingen - St.-Georg-Kirche

Die ev. St.-Georg-Kirche in Meinerdingen fand ihre erste urkundliche Erwähnung im Jahr 1269. Sie wurde im 14. Jahrhundert erweitert. Die heutige gotische Saalkirche aus verputzten Bruchsteinen stammt aber aus dem 15. Jahrhundert. Der markante, freistehende Glockenturm besteht komplett aus Holz und wurde um 1380 erbaut. Er gilt als einer der ältesten Holzkirchtürme der Region.
Meinerdingen - Pfarrwitwenhaus

Meinerdingen - TaufsteinNeben der Kirche steht das historische Pfarrwitwenhaus. Es handelt sich um ein traditionelles, norddeutsches Fachwerkhaus mit rotem Backstein und einem klassischen roten Ziegeldach.
Die grüne Holzhaustür zeichnet sich durch ihre klassische Kassettenoptik aus.

Das Gebäude beherbergt heute das Kirchenbüro und Pfarramtsbüro der ev. Kirchengemeinde Meinerdingen,

Ein alter Taufstein von 1350 fällt uns auf dem Kirchgelände auf. Er ist in eine Gartenlandschaft eingebettet, die von weiß blühenden Rhododendren und bodendeckenden Pflanzen umgeben ist.



Ein Gedenkstein in Honerdingen, der auf einer Grünfläche mit Rhododendren und weiteren Pflanzen platziert ist, fällt uns auf. Das Denkmal besteht aus einem großen Findling, der auf einem Steinsockel ruht und mit einer Tafel versehen ist, auf der zu lesen ist: „Den Toten zum Gedenken, den Lebenden zur Mahnung“. Wie oft haben wir diese Mahnungen schon gelesen, doch die Welt ist so unruhig wie noch nie in unserem Leben.
Honerdingen - Gedenkstein

Nach 3 Kilometern haben wir Walsrode und unsere Ferienwohnung wieder erreicht und eine schöne und interessante Fahrradtour ist für heute zu Ende.

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