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Radtour Grundloser See
Heute wollen wir mit unseren mitgebrachten Fahrrädern die Umgebung rund um Walsrode erkunden. Von unserer Ferienwohnung geht es über die Hermann Löns Straße, vorbei am Heidemuseum Rischmannshof zum Eckernworth.
 Es ist ein alter hügeliger Stadtwald am Rande von Walsrode. Am Waldbad steht ein Denkmal für Friedrich Ludwig Jahn, bekannt als „Turnvater Jahn“, das 1878 zu seinem 100. Geburtstag errichtet wurde.
Die Inschrift auf der Stele lautet „F.L.Jahn, zum 100jährigen Geburtstag 1878“.
Das Denkmal befindet sich auf einem großen Findling gegenüber der Waldgaststätte Eckerworth.
Das Symbol oben auf der Säule ist das Turnerkreuz mit den vier „F“ für „frisch, fromm, fröhlich, frei“.
Hinter der Waldgaststätte geht es durch das bewaldete Gebiet des Stadtwalds. Als "Grüne Lunge" der Stadt wird das etwa 50 ha große Waldgebiet Eckernworth westlich des Stadtzentrums bezeichnet. Er erstreckt sich entlang des Böhme-Nebenbaches Fulde zwischen der Walsroder Altstadt und dem weiter westlich liegenden Dorf Fulde.
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Dieses Naherholungsgebiet im Fuldetal mit zum Teil 300 Jahre alten Eichen und Buchen, mit Wander- und Radwegen ist ein beliebtes Ausflugsziel. Wir fahren ein Stück auf dem Trimm-Dich-Pfad, der uns durch die idyllische Natur der Eckernworth führt. Am Fuß eines langen, gewundenen Steilhangs von bis zu 12 Metern Höhe liegen mehrere landschaftlich gestaltete Fischteiche.
Unsere Räder rollen über naturnahe Wege und durch dichten Wald. Dieser idyllische Pfad überquert eine Holzbrücke (Mondscheinbrücke) über die Fulde. Früher war das ein Feuchtgebiet, das heute mit dichten hohen Bäumen und Sträuchern bewachsen ist. Sie lassen sehr wenig Tageslicht durch und erinnern an eine Mondnacht.
Am Rande dieses Waldgebietes liegen in Fulde einige sehr naturnahe Backstein-Wohnhäuser, die typisch für die norddeutsche Region sind. Sie sind von einem großen Garten mit Bäumen und blühenden Sträuchern umgeben.
Unser Weg führt uns auch an die ehemalige Gaststätte „Gasthaus zur Eiche“ in Fulde vorbei. Das historische Backsteingebäude blickt auf eine lange Tradition zurück und diente über Generationen hinweg als lokaler Treffpunkt und Dorfkrug.
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Der reguläre Gaststättenbetrieb ist zwar seit Längerem eingestellt, der zugehörige Saal wird jedoch bei Bedarf nach wie vor für Veranstaltungen genutzt. An der Giebelfassade sind traditionelle Schützenscheiben des lokalen Schützenvereins angebracht, welche die enge Verbundenheit zum dörflichen Vereinslegen im Ort zeigen.
 Während unserer weiteren Fahrt durch Fulde stoppen wir vor einer Holzskulptur, die einen Adler und einen Bären darstellt. Er wurde vermutlich aus einem alten Baumstamm geschnitzt.
Diese Art von Kunst im öffentlichen Raum wird oft als Baumkunst oder Kettensägen-Schnitzerei bezeichnet.

Dass wir uns in der Vogelpark-Region aufhalten, zeigt uns die farbenfrohe Tukan-Skulptur. Viele dieser Skulpturen prägen das Stadtbild in Walsrode und den umliegenden Gemeinden. Sie beziehen sich auf die berühmte Tukan-Parade, die anlässlich des 40-jährigen Jubiläums des Weltvogelparks im Jahr 2002 stattfand. Damals wurden Hunderte von Tukan-Rohlingen von Künstlern, Institutionen und Unternehmen bunt gestaltet und in der gesamten Region aufgestellt.
Unsere Route führt uns nun zum Grundlosen Moor, das nördlich von Fulde liegt. Zusammen mit dem Grundlosen See ist es eines der schönsten Gebiete für die Entdeckung der Moorlandschaft Norddeutschlands. Ein großer Findling dient als Wegweiser im Naturschutzgebiet Grundloses Moor und markiert den Pfad zum See, einem Moorsee mit dunklem Wasser.
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Eine Info-Tafel zeigt uns den Moorerlebnispfad „Grundloses Moor“, der seinen Namen aufgrund seiner Tiefe erhielt. Die Karte führt Besucher durch ein wunderschönes Naturschutzgebiet rund um den Grundlosen See, welcher aus ehemaligen Torstichen entstand.
Der See ist umgeben von sandig-lehmigen Grundmoränenhügeln. Der idyllische, 47 Hektar große Moorsee liegt mystisch mitten im Moor. Soweit sich Wasser in den Torfkuhlen hält, wachsen hier hochmoortypische Pflanzen. Wir schieben unsere Räder und laufen über den Bohlen-Rundwanderweg, denn das Naturerlebnis inmitten der malerischen Landschaft muss man genießen. Das Gewässer, das keinen erkennbaren Zufluss hat, ist ein idealer Ort für Entspannung und Naturerlebnisse. Zusätzlich zum Wander- und Radweg bietet der Pfad Informationen zu Flora und Fauna.
Jetzt im Frühling sieht man eine Moorlandschaft mit Wollgras, das um diese Jahreszeit weiße, wollige Fruchtstände ausbildet, die wie Wattbäuschen aussehen. Das sind keine Blüten, sondern Früchte deren Samen verbreitet werden. Für Moore ist die Pflanze superwichtig, weil sie Torf bildet, wenn Teile von ihr absterben.
Eine Aussichtsplattform am Westufer des Grundlosen Sees hat uns neugierig gemacht. Sie bietet hervorragende Möglichkeiten zur Tier- und Vogelbeobachtung. Die Plattform hat eine sehr hohe Brüstung. Personen über 1,80 haben keine Probleme bei der Tierbeobachtung bzw. beim Fotografieren. Doch auch für kleinere Personen gibt es gleich mehrere Gucklöcher.
Zur Namensgebung des Sees gibt es verschiedene Überlieferungen. Eine davon bezieht sich auf das sauerstoffarme dunkle Wasser, das optisch so wirkt, als hätte der See eine unendliche Tiefe. In Wirklichkeit ist der See tatsächlich nur 2 Meter tief, 440 Meter lang und bis 170 Meter breit. Er ist von vitalen Torfmoor-Schwingrasen umgeben, der bei Wasserspiegelsenkungen entsteht.
Bänke rund um den See laden zum Verweilen ein. Hier kann man sich ausruhen und die herrliche Ruhe in der Natur genießen. Im Moor gibt es die Glockenheide, die Moosbeere und das zurzeit blühende Wollgras. Ferner ist das Moor mit Bruchwäldern aus Kiefer und Birke bewachsen. Abgestorbene Birken, Äste und Baumstämme säumen den Rund-Wanderweg und bieten immer wieder schöne Fotomotive. Das Grundlose Moor ist das größte noch nahezu intakte Hochmoor im Landkreis Heidekreis Niedersachsen und ist seit 1990 als Naturschutzgebiet ausgewiesen.
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Noch ganz begeistert von dieser idyllischen Natur radeln wir weiter in das Heidedorf Ebbingen. Alte, typisch niedersächsische Bauernhöfe und Fachwerkhäuser im Blütenmeer von Rhododendren prägen das Ortsbild. Da es keinen Durchgangsverkehr gibt, gilt das Dorf als Oase der Ruhe.
Der nächste Ort den wir durchradeln ist Hünzingen. Er setzt sich aus drei Siedlungsteilen zusammen. Der Mittelpunkt der drei Ortsteile bildet den historischen Ortskern.
In Hünzingen gibt es keine Straßenbezeichnungen, sondern nur Hausnummern, nach denen sich Einwohner, Postboten, Lieferanten und Besucher orientieren müssen.
Vor einem der Häuser steht eine Holzskulptur, die oft als dekoratives Element in den Gärten der Lüneburger Heide zu finden sind. Auf dem aus einem Baumstamm geschnitzte Pfahl thront die Skulptur eines Adlers, darunter ist ein detailliertes Gesicht mit langem Bart und wallendem Haar - oft ein Waldgeist. Ein schmückendes Beiwerk sind die Rhododendren, die in voller Blüte stehen.
Eine idyllische Fontänen-Teichlandschaft mit einem Holzsteg, der von üppiger Ufervegetation, einschließlich Schilf, umgeben ist, fällt uns ins Auge. In der Annahme, dass dieser Teich zum Dorf gehört und den Wildtieren ein Zuhause bietet, fasziniert uns die Anlage. Bei unserer Weiterfahrt stellen wir fest, dass dieser Teich zum Außenbereich des Ringhotels Forellenhof gehört.
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Entlang einer kleinen Straße, die uns entlang des Weltvogelpark Walsrode führt, erreichen wir das Stadtgebiet von Walsrode und fahren wir zurück zu unserer Ferienwohnung.
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