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Soltau, das touristische Herz der Lüneburger Heide ist Ziel unseres heutigen Tagesausflugs. Die Soltau-Therme, ein beliebtes Wellness- und Solebad für Gesundheits- und Erholungssuchende bietet zwei große, kostenlose Parkplätze, die zeitlich unbegrenzt nutzbar sind. Solche Parkmöglichkeiten sind ideal, um sich die Stadt in aller Ruhe anzusehen.
Soltau - Therme

Soltau - BronzeskulpturDer Weg vom Parkplatz zum Eingang der Therme führt über einen ansteigenden Weg, der dann als Treppe bis zum Vorplatz und dem Haupteingang der Therme führt.

Es ist ein bekanntes Freizeitbad und Wellnesszentrum. Die Anlage bietet ein Solebad mit eigener Quelle, eine Saunalandschaft und ein Schwimmbad.

Vor dem Eingang steht eine Bronzeskulptur. Es handelt sich dabei um eine moderne Aktplastik, die eine sitzende, nackte Frau zeigt, die sich das Haar ordnet oder wäscht.

Solche Plastiken wurden in den 1950 bis 1970er Jahren häufig für öffentliche Bäder oder Kuranlagen geschaffen, um Entspannung und Körperkultur zu symbolisieren.



Von hier gehen wir hinunter zum Böhme-Familienpark. Es ist eine barrierefreie und kostenlose „Grüne Lunge“, direkt im Herzen von Soltau. Die parkähnliche Oase erstreckt sich entlang des Flusses Böhme.
Soltau - Kurpark

Der Park bietet neben wunderschönen Grünflächen, farbenfrohen Rhododendren, einen beeindruckenden Baumbestand und naturnahe Ecken zum Verweilen, entlang idyllischer Fußwege. Gepflegte Rasenflächen zieren riesige, farbenprächtige Rhododendron- und Azaleenbüsche in Rosa-, Lila- und Rottönen. Die zentrale Böhme-Wasserfontäne dient als beliebter Ort zum Entspannen sowie als Fotomotiv.
Soltau -- Kurpark

Die historische Waldmühle und das dazugehörige Stauwerk liegt am Fluss Böhme, im gleichnamigen Park. Es ist eine ehemalige Getreidemühle mit einem charakteristischen Wasserrad.
Soltau - historische Waldmühle

Heute beherbergt das Backsteingebäude die Bibliothek Waldmühle, wobei das Stauwerk und das Wasserrad als dekoratives Element erhalten geblieben sind. Rund 31.000 Medien vom Buch über Zeitschriften, CDs, DVDs, Konsolenspiele bis hin zu E-Books, stehen zur Ausleihe bereit. Soltau - interaktives Spielplatzgerät
Der beliebte innerstädtische Böhme-Familienpark bietet Natur, Erholung und neben dem beeindruckenden Baumbestand viele Spielereien, so z.B. ein interaktives Spielplatzgerät namens „großes Drehspiel-Marine“.
Die geschnitzte Eichenholz-Säule besteht aus vier Segmenten, von denen drei drehbar sind.
Kinder können die verschiedenen Körperteile des Piraten mit Holzbein und Augenklappe nach Belieben verdrehen und neu kombinieren.
Dieses Spielgerät hat eine Gesamthöhe von ca. 1,40 Meter und ist fest verankert auf einem runden Fundament direkt im Boden.
Soltau - Holzskulpturengruppe










Am Ende des Böhme-Parks treffen wir auf eine Holzskulpturengruppe.
Die in die Baumstämme und Wurzeln gearbeiteten Gesichter zeigen mystische Fabelwesen mit langen, grünlich akzentuierten Bärten und Haaren, die direkt mit der Natur verschmelzen. Geschnitzte Fabelwesen bzw. Waldgeister sind ein typisches Beispiel für Baumstumpfbearbeitung.

Im Stadtkern von Soltau steht das „Alte Rathaus“ und prägt den Marktplatz. Das 1825 eingeweihte Gebäude dient heute als Standesamt und Stadtarchiv. Das historische Gebäude ist für seine markante blaue Holzfassade, weiße Fensterrahmen, einen zentralen Giebel sowie einen kleinen Glockenturm bekannt. Es beherbergte früher einmal ein Hotel „Zum blauen Löwen“ sowie ein Amtsgericht mit Gefängnis.
Soltau - Rathaus

Soltau - Spielemuseum
Farbenfroh ist auch die grüne Fassade des Spielemuseums in Soltau.

Es präsentiert Spielzeug aus mehreren Jahrhunderten, darunter Puppen, Blechspielzeug und Eisenbahnen, bei der Mitmachen und Ausprobieren ausdrücklich erwünscht ist.

Es wurde 1978 gegründet und wird heute als Stiftung geführt.


Soltau Radelt







An der Fußgängerzone sehen wir erstmals die bunten Fahrräder, die in der ganzen Stadt verteilt stehen.
„Soltau fährt Rad“ ist eine freiwillige Bürgerinitiative und hat sich zum Ziel gesetzt, dass Soltau eine lebendige und zukunftsfähige Fahrradstadt wird.



Die Fahrräder sind teils am Lenker und Gepäckträger mit künstlichen bunten Blumen geschmückt. Sie stehen als Teil der Kampagne „Stadtradeln 2026“ verstreut in der Innenstadt von Soltau.
Soltau -  bunte Fahnen

In einer Verbindungsstraße zwischen der Marktstraße und dem Hagen hängen bunte Fahnen, die für das „Fest der Bildung und Kultur“ in Soltau gestaltet wurden. Die 260 bunten aufgehängten Fahnen stammen aus Kitas, Schulen und Jugendzentren der Region. Die kleinen Kunstwerke wurden unter dem Motto „wir sind bunt“ gestaltet. Das Fest fand im Mai 2026 in der Marktstraße in Soltau statt.
Soltau - holländische Hebebrücke

Soltau - HeiratsbrunnenAuf dem Weg zur Fußgängerzone steht im Bereich „neuer Hagen“ die sogenannte holländische Hebebrücke.
Sie ist ein markantes Wahrzeichen in der Innenstadt und überquert das kleine Flüsschen Soltau, das kurz vor Soltau entspringt und in den Fluss Böhme mündet.
Aufgrund ihres stattlichen Gewichts wurde die Brücke erst einmal während eines Stadtfestes hochgezogen.

Auf einem in den 1970er Jahren nach historischen Plänen restaurierter Marktplatz steht der „Heiratsbrunnen“.

Er erinnert an die vielen Mädchen und Jungen, die sich beim Wasserholen kennengelernt haben. Auf diese Weise sollen viele Ehen entstanden sein.


Ein überdimensionales „Grünes Sofa“ befindet sich auf dem Georges-Lermoine-Platz im Zentrum von Soltau. Das Sofa wurde aus Lärchen- und Douglasienholz gefertigt. Das mit Kunstrasen bezogene Riesen-Sofa wurde im Jahr 2014 im Rahmen des Projekts „Spielraum Soltau“ aufgestellt. Es dient der Bevölkerung und Touristen als beliebtes Fotomotiv.
Soltau - grünes Sofa

Soltau - Skulptur das Postpaket
Die bronzene Skulptur mit dem Titel „das Postpaket“ wurde 1988 von Karl-Ludwig Böke geschaffen und steht nahe des „Grünen Sofas“.

Mit einer kräftigen, alltagsnah dargestellten Frau in einem schlichten Kleid und Sandalen stellt sie eine alltägliche, nahbare Szene des bürgerlichen Lebens in den Vordergrund.


Soltauer Glockenturm










Der Soltauer Glockenturm, oft von den Einheimischen auch als der „rote, schiefe Turm“ bezeichnet, befindet sich in der Marktstraße, inmitten der örtlichen Fußgängerzone.
Das Glockenspiel wurde 1990 eingeweiht und besteht aus 16 Bronzeglocken, die täglich um 12, 15 und 17 Uhr spielen. Das Glockenspiel kann insgesamt 98 verschiedene gespeicherte Melodien abspielen.

Eine bunte Sitzbank in der Fußgängerzone ist mit zwei charakteristischen Figuren der Künstlerinnen Christel und Laura Lechner geschmückt. Die Skulpturen sind Teil der bekannten „Alltagsmenschen“-Ausstellung, die häufig im öffentlichen Raum verschiedener Städte zu sehen ist. Die aus Beton gefertigten Figuren stellen alltägliche Szenen dar und sollen Passanten zum Verweilen und Schmunzeln einladen.
Soltau - Alltagsmenschen

In der Fußgängerzone laden zahlreiche Geschäfte mit ansprechenden Angeboten zum Schauen und Kaufen ein. Ferner haben viele Cafés und Restaurants Außenbereiche für ihre Gäste eingerichtet. Bemerkenswert ist das Haus Marktstraße 22, das noch heute als „alte Amtsvogtei“ bezeichnet wird, obwohl nie ein Vogt darin gewohnt hat.
Soltau - alte Amtsvogtei

Es ist ein Baudenkmal aus dem Jahr 1861. Obwohl die graue Außenwand wie gemauerte Steine aussieht, besteht die gesamte Fassade aus Holz. Es handelt sich um eine aufwendige Holzverschalung, die täuschend echt massive Steinquader imitiert. Der Flaschenzug am Giebel zeugt von einer früheren Nutzung des Hauses als Lager. Es handelt sich heute um ein Wohn- und Geschäftshaus, welches 1988-89 restauriert wurde und als markantes historisches Objekt an der Marktstraße gilt und die umliegenden kleinen Häuser überragt.Soltau - Findling mit Ringern

Am Eingang zur Fußgängerzone, eingerahmt von der Außengastronomie, steht die Bronzeskulptur „Findling mit Ringern“, von Kurt Tassotti. Symbolisch plätschert Solewasser aus dem Stein, was auf die lokale Sole-Heilbad-Tradition der Stadt anspielt. Die Skulptur wurde 1988 anlässlich des Stadtjubiläums eingeweiht.

Soltau - Filzwelt Soltau






Die felto – Filzwelt Soltau befindet sich in einem historischen, denkmalgeschützten Lagerhaus in Soltaus Fußgängerzone.
Das Erlebniszentrum ist dem Naturprodukt Filz gewidmet und bietet auf fünf Stockwerken eine Ausstellung sowie Mitmachaktionen.
Es handelt sich um eine lebendige Kultur- und Bildungseinrichtung, denn seit Jahrtausenden ist Filz in vielen Kulturen der Welt bekannt und kommt in den unterschiedlichsten Lebensbereichen zum Einsatz. Zu den Höhepunkten gehört ein barrierefrei zugänglicher Aussichtsturm, der zu einem Rundum-Blick über die Dächer Soltaus einlädt. Soltau - Brunnen auf dem Burgplatz

Wir gehen über den historischen Stadtplatz „Burg“ im Zentrum von Soltau, wo im frühen 14. Jahrhundert eine Burg mit Graben stand. Der dortige Brunnen auf dem Burgplatz erinnert an die frühere Wasserversorgung der Stadt und wurde von Kunsthochschülern aus Hannover entworfen. An der Fassade des Backsteingebäudes in der Straße Burg 8 ist eine bunte, historische Figur von Till Eulenspiegel angebracht, der als Seiltänzer dargestellt ist. 
Soltau - Fassade mit Wandgemälde









Die Umgebung birgt einige schöne Fachwerkhäuser. Ein kleines, freistehendes Haus mit einer markanten Architektur fällt mir ins Auge.

Dieses charakteristische, schmale Haus mit dem steilen Giebeldach liegt direkt am bekannten Wanderweg „Heidschnuckenweg“.

Das auffälligste Merkmal an der hellen Fassade ist ein Wandgemälde eines Heide-Schäfers mit seiner Schafherde in der Heidelandschaft.



Nach einem unterhaltsamen und abwechslungsreichen Vormittag mit kleinen Pausen gehen wir zurück zum Böhme Park. Er bildet das grüne Herze der Stadt und wird von dem Fluss Böhme durchflossen. Der Böhme Familienpark bietet neben wunderschönen Grünflächen, dem gleichnamigen Fluss, einem kleinen See und dem beeindruckenden Baum- und Rhododendronbestand viele „Spielereien für Jung und Alt“.
Soltau -- Böhme Familienpark

Soltau - Skulptur Schrift wirktEine hölzerne Skulptur zeigt vertikal angeordnete Buchstaben, die auf einen Baumstumpf montiert sind.
Die Buchstaben sind spiegelverkehrt und vertikal angeordnet, doch wenn man sich Mühe gibt, ließt man „Schrift wirkt“.

Nachdem wir den Park wieder durchquert haben und zu unserem PKW zurückgekommen sind, fahren wir noch zum „Soltauer Mahnmal“, eine Gedenkstätte für NS-Opfer. Soltauer Mahnmal













Das Mahnmal erinnert an über 90 KZ-Häftlinge, die am 11. April 1945 auf dem Weg ins Konzentrationslager Bergen-Belsen, nach einem Luftangriff aus Zügen flohen.

Angehörige nationalsozialistischer Organisationen, Soldaten der Wehrmacht und Soltauer Bürger stöberten sie auf, ermordeten sie und verscharrten ihre Leichen im Stadtgebiet. Mehrere Massengräber wurden noch 1945 durch die Briten gefunden. Einzelgräber wurden noch nach Jahrzehnten entdeckt. Sie alle wurden an diesem Ort beigesetzt.
Soltauer Mahnmal - 1

Das Soltauer Mahnmal besteht aus acht Original-Musterstelen des ⁠Berliner Holocaust-Denkmals. Grau und kühl ragen die Quder aus dem Boden. Die Gedenkstätte wurde am 11. April 2007 eingeweiht und dient heute als Mahnung gegen das Vergessen. Die Anlage liegt abseits im Wald und ist ein bedeutender historischer Erinnerungsort der Region. Die Geschehnisse bilden ein dunkles Kapitel der lokalen Stadtgeschichte.
Breidings Garten

Zum Abschluss unseres Tagesausflugs fahren wir noch zu „Breidings Garten“. Es ist ein Landschaftspark, der ab 1850 von der Industriefamilie Röders nach englischem Vorbild angelegt wurde und seit 1993 unter Denkmalschutz steht. Der sich auf 10 ha erstreckende „Große Garten“ ist nach Meinung von Experten in seiner Vielfalt einzigartig.
Breidings Garten - Villa

Auf einer leichten Anhöhe stehend, stellt die Villa im italienischen Stil den zentralen Punkt des Parks dar. Eine Treppe führt von der Villa herab zu einer großen Rasenfläche mit zahlreichen Blumenteppichen, die von geschwungenen Wegen durchlaufen wird. Daran schließt der Große Teich an.
Breidings Garten - Ruine

Am nördlichen Rand des Teiches befindet sich eine künstliche Burgruine, die 1850 als Teil der Gartenanlage erbaut wurde. Dahinter beginnt die eigentliche Parklandschaft mit Rasen- und Wiesenflächen.
Breidings Garten - Baumarten

Die Landschaft umfasst verschiedene Baumarten, darunter Eichen, die sich durch ihre malerische Krone und markante Blätter auszeichnen, sowie schattenspendende Hainbuchen, markante Blutbuchen mit ihren dunkelroten Blättern, purpurrosa blühende Azaleen und blühende Rhododendren.
Breidings Garten - Rhododendren

Sie sind immergrüne Gehölze, die über Jahre hinweg zu enormen, dichten Sträuchern oder kleinen Bäumen heranwachsen können. Wald- und Moorflächen runden das Gesamt-Naturkunstwerk ab. Entlang einer malerischen Lindenallee gehen wir zurück zum Ausgang.

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