linksneu1
links4
links4a
banneroben6abc5
limks klein rechts klein2

ecke2bc 

ecke2bc12                                             


Startseite - Norddeich

Reiseverlauf

Urlaub in Norddeich vom 21. bis 28. Juni 2026

Norddeich 2026

Fahrradtour ins Inland

Schloss Lütetsburg

Radtour nach Greetsiel

Radtour zur Seehund-Aufzucht-Station

 Letzte kleine Fahrradtour

Fahrradtour ins Inland

Am besten erkundet man Ostfriesland auf dem Rad. Das flache Land rund um Norddeich bietet sich für ausgedehnte Radtouren an. Sie sind geprägt von flachen Küstenwegen und bieten Optionen für verschiedene Leistungsstufen, von einfachen Familienausflügen bis hin zu längeren Touren.
Norddeich - Hafen

Von unserer Ferienwohnung sind es nur einige hundert Meter und wir sehen den maritimen Hafen von Norddeich vor uns liegen. Er ist unter anderem für seinen traditionellen alten Kutterhafen sowie als Fährhafen für die Inseln Norderney und Juist bekannt.Norddeich - Krabbenkutter NOR 210



Auf der Werft zur jährlichen Wartung aufgebockt liegt z.Z. der Krabbenkutter NOR 210.

Der Kutter wurde 1976 als einziger Krabbenkutter überhaupt in der Assmann-Werft in Norddeich gebaut und ist aktuell etwa 19 Meter lang.

Das Schiff ist in Norddeich beheimatet und fischt hauptsächlich im Wattenmeer nach Nordseegarnelen.




Unterwegs auf 2 Rädern fahren wir entlang der Wasserkante auf gut ausgebauten Radwegen. Doch statt Wasser bietet uns die Nordsee schöne Ausblicke auf das Wattenmeer, ein UNESCO-Weltnaturerbe. Die Gezeiten an der Nordsee sind ein faszinierendes Naturphänomen, das das Leben an der Küste maßgeblich beeinflusst.
Norddeich - UNESCO-Weltnaturerbe Wattenmeer

Sie entstehen durch die Anziehungskraft von Mond und Sonne und wechseln sich in einem Rhythmus von etwa 6 Stunden ab. Der Wind ist auf diesem Abschnitt unser ständiger Begleiter. Der Gegenwind auf dem Deich fühlt sich an wie eine permanente Steigung im Mittelgebirge.
norddeutsche Küstenlandschaft

Nach einigen Kilometern entlang des Wattenmeers wechseln wir die norddeutsche Küstenlandschaft. Es geht nun über sogenannten Rasengittersteinen, die direkt an einem Deich im flachen Küstenland vorbeiführen. Typisch für solche Deichwege sind die weiten, flachen Grünlandflächen und grasende Rinder auf den Weiden.
Stoffpuppen
Wir verlassen den Deichschutzweg und fahren über den Mandepolderweg. Lebensgroße Stroh- oder Stoffpuppen, die in diesen Regionen traditionell zu besonderen Anlässen, besonderen Jubiläen, Hochzeiten etc. aufgestellt werden, lassen uns stoppen.

Das Schild und das Banner dieser Dreiergruppe weisen darauf hin, dass hier insgesamt 3 x 30 Jahre = 90 Jahre gefeiert werden.

Die Puppen sitzen auf einem alten Sofa und sind liebevoll mit Hüten, Brillen und Alltagsbekleidung versehen. Tannengrün und bunte Blumen und eine Lichterkette zieren den Sitzplatz der lebensgroßen Puppen.


Nun radeln wir durch einen Windpark. Die flache, von Windrädern und Entwässerungsgräben geprägte Landschaft ist typisch für die flachen, windreichen Regionen der norddeutschen Küstenregion. Die Onshore-Windparks nutzen die Bewegungsenergie des Windes. Die Strömung treibt die Rotorblätter an, die die Energie über ein Getriebe an einen Generator weiterleiten, der letztendlich den Strom erzeugt.
Windpark Lütetsburg

Die Windkraftanlagen erstrecken sich hier über die weite Marschlandschaft rund um den Lütetsburger Forst und das Wester Wischer Tief. Sie sind ein prägender Teil des Landschaftsbildes im Norderland und grenzen direkt an die touristischen Highlights der Gemeinde, wie den historischen Schlosspark Lütetsburg und die angeschlossene Golfanlage. Die Windräder stehen auf landwirtschaftlichen Flächen, wodurch sich die Landwirtschaft und die Erzeugung grüner Energie kombinieren lassen.
Norder Tief

Über den Kaakweg durch den Lütetsburger Forst, einem historischen Verbindungsweg und eine beliebte Route für Radfahrer und Spaziergänger, setzen wir unsere Fahrradtour fort und stoppen am „Norder Tief“, einem künstlich angelegten Wasserlauf (Kanal).
Norder Tief - a

Der Begriff "Tief" bezeichnet in der Region typische, kanalisierte Fließgewässer, die zur Entwässerung dienen. Das „Norder Tief“ bei Norden ist ein etwa 10 km langer, flussartiger Kanal, der als wichtiges Entwässerungsgewässer für die Umgebung dient. Er verläuft nahe der Stadt Norden und entwässert heute über den Störtebekerkanal in Richtung Nordsee. Aufgrund der Größe und des Einflusses wird er oft als Fluss oder Tief bezeichnet. Eine schattige Waldlichtung mit zwei Holzbänken bot die perfekte Kulisse für eine Pause.
Lütetsburger Forst

Weiter geht es nach einer kurzen Pause auf dem Verbindungsweg, der uns zum Lütetsburger Schloss bringt. Wir steigen an der Vorburg des historischen Schlosses von den Rädern. Der markante Torturm sowie die Wirtschaftsgebäude der zweiteiligen Anlage wurden um das Jahr 1500 erbaut und sind damit der älteste Teil der Anlage. In der historischen Vorburg werden Ferienwohnungen (wie die „Alte Pförtnerwohnung“) für Urlauber angeboten.
Lütetsburger Schloss

Das beeindruckende historische Schloss ist von einer weitläufigen Parkanlage umgeben und ist der größte private englische Landschaftsgarten in Norddeutschland. Er wurde zwischen 1790 und 1813 angelegt, ist öffentlich zugänglich und lädt zu ausgedehnten Spaziergängen ein.
Lütetsburger Schloss - a

Das Schloss selbst wird auch heute noch von der gräflichen Familie zu Inn- und Knyphausen bewohnt und kann daher nicht von innen besichtigt werden. Einen Besuch der Parkanlagen haben wir für einen weiteren Urlaubstag geplant.
Moin
Wir radeln außerhalb des Schlossparks entlang und setzen unsere Fahrt auf der Bahnhofstraße fort.
Ein Begrüßungsschild, dass schon seit Jahrzehnten die ankommenden Gäste und Einheimische begrüßt, lächelt uns nahe dem Bahnhof Norden an. Die Figur stellt einen freundlichen Kapitän mit Blumenstrauß und typischer Kapitänsmütze dar.
Norden - denkmalgeschützte Stellwerk








Nicht weit vom Begrüßungsschild steht das denkmalgeschützte Stellwerk, erbaut im Jahr 1910.
Bei dem gut erhaltenen Eisenbahn-Relikt handelt sich um ein kleines, zweigeschossiges Gebäude mit Klinker- und Fachwerkarchitektur. Es ist als technisches Eisenbahnmuseum zugänglich.


In einem Grünstreifen, seitlich des Gebäudes steht eine historische Feldbahnlokomotive mit einer angekoppelten Lore. Die angehängte Lore nennt man Kipplore, die sich zum leichten Entladen zur Seite kippen lässt. Solch kleine Diesellokomotiven wurden früher häufig in Torfwerken, Tongruben oder im Feldbahnbetrieb eingesetzt.
Feldbahnlokomotive

Mit dem Blick auf eine der Windmühlen haben wir die Stadt Norden erreicht. Einst prägten 14 Windmühlen das Stadtbild von Norden. Heute sind davon noch drei historische Galerieholländer erhalten, die aufwendig restauriert wurden.
Norden - Deichmühle

Die Deichmühle steht unweit des Bahnhofs. Sie ist ein vierstöckiger Galerieholländer aus dem Jahr 1900. Die Mühle hat eine Höhe von etwa 28 Metern. Die Flügelspannweite beträgt beachtliche 22,60 Meter. Sie wurde bis 1965 aktiv als Getreidemühle mit Windkraft betrieben und lief danach noch bis 1975 mit Motorkraft. Heute ist sie als voll funktionsfähige Mühle mit angeschlossenem technischen Museum (Müllerhaus, Motorhaus und Packhaus) für Besucher zugänglich.
Norden - Frisia-Mühle
Fast gegenüber steht die historische Frisia-Mühle. Die heutige Mühle wurde 1887 nach mehreren Bränden, als vierstöckiger Galerieholländer errichtet.

Mit einer Höhe von fast 30 Metern ist sie die größte erhaltene Mühle in Ostfriesland. Sie verfügt über vier Stockwerke, eine Umlaufgalerie und wird von einer Windrose angetrieben.

Besucher finden in der historischen, fast 30 Meter hohen Galerieholländer-Mühle heute ein Schnecken- und Muschelmuseum sowie eine Ausstellung alter Bäckerwerkzeuge.
 
Früher als Getreidemühle in Betrieb, beherbergt das weitläufige Areal heute einen Mühlenladen sowie Einzelhandelsgeschäfte.



Nach ausgiebiger Besichtigung der 2 Mühlen radeln wir weiter zum zentralen Marktplatz. Hier stehen die ev.-lutherische Ludgeri-Kirche sowie der freistehende Glockenturm der Kirche. Er wurde separat vom Hauptkirchenschiff errichtet. Dies ist in der Region keine Seltenheit, da die oft schwierigen Bodenverhältnisse in Ostfriesland verhindern, dass die Schwingungen der schweren Kirchenglocken das Hauptgebäude beschädigen. Der Turm stammt in seiner ursprünglichen Form aus dem 13. Jahrhundert, wurde aber im Laufe der Zeit mehrfach umgebaut. In der Nische der Fassade befindet sich ein historisches Kriegerdenkmal.
Norden - Ludgeri-Kirche

Angrenzend am größten baumbestandenen Marktplatz Deutschlands steht das denkmalgeschützte „Neue Rathaus“. In dem Haus hat seit 23. Sept. 1884 die Stadtverwaltung ihren Sitz. 1855 wurde das vorherige Gebäude abgerissen und das bis heute erhaltene Bauwerk errichtet. Im Mai 1884 verkaufte der Eigentümer es für 50.000 Mark an die Stadt Norden, die zuvor dringend nach einem Ersatz für das zu klein gewordene Alte Rathaus gesucht hatte. Der markante Balkon über dem Haupteingang ist mit einem filigranen, schmiedeeisernen Balkongitter versehen.
Norden - Neue Rathaus

Die historischen Backsteinbauten in der Reihe des Rathauses am Markt 12-14 sind die „Dree Süsters“ – die „drei Schwestern“. Wegen ihrer sehr ähnlich gestalteten, eleganten Giebelfassaden taufte die Bevölkerung das Trio im ostfriesischen Plattdeutsch liebevoll „Dree Süsters“. Sie wurden um das Jahr 1600 erbaut und zählen zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten und beliebtesten Fotomotive der ältesten Stadt Ostfrieslands. Das Gebäudeensemble besteht aus drei direkt nebeneinanderliegenden Giebelhäusern. Das linke Gebäude entstand bereits 1570, während das mittlere und rechte Haus um 1630 errichtet wurden. Trotz Umbauten im Laufe der Jahrhunderte haben sie ihren charakteristischen Stil bewahrt. In den Gebäuden befinden sich im Erdgeschoss verschiedene Geschäfte, u.a. das Ladengeschäft „Schaap Huus“.
Norden - Mennonitenkirche
Das markante Gebäude rechts neben dem Rathaus ist die Mennonitenkirche. Der prächtige Backsteinbau hat eine faszinierende Geschichte und folgende Besonderheiten:
Das Gebäude wurde ursprünglich 1662 als Wohnhaus für eine wohlhabende Familie erbaut.
Die Mennonitengemeinde erwarb das Gebäude 1795 und wandelte es in ein Gotteshaus um.
Es gilt als eines der ungewöhnlichsten und schönsten Kirchengebäude der Region. Ein markantes Merkmal ist die geschwungene Dachhaube (Bleihaube) mit einem kleinen Dachreiter.

Norden - Teemuseum











Am Markt 36 steht das „Alte Rathaus“. In dem sich heute das Ostfriesische Teemuseum befindet. Das Backsteingebäude wurde zwischen 1539 und 1542 wieder aufgebaut.
Es ist das einzige Spezialmuseum seiner Art in Deutschland und zeigt die weltweite sowie ostfriesische Teekultur, von den Anbaugebieten, über die Verarbeitung und die Herstellung der berühmten ostfriesischen Mischung und die historische „Teetied“, mit den Dekoren des ostfriesischen Teegeschirrs.

Nun radeln wir zu der dritten historischen Windmühle der Stadt. Es handelt sich um die Westgaster Mühle aus dem Jahr 1863. Es ist ein 3-stöckiger Galerieholländer mit 27 Metern Höhe, der auf ganz besondere Weise an das Wohnhaus des Müllers angebunden ist. Sie ist wegen ihrer kulturellen und baulichen Bedeutung unter Denkmalschutz gestellt. Diese älteste der drei Mühlen wird heute noch betrieben und ist die einzige voll funktionsfähige Mühle in Norden. Neben der Besichtigung des Mahlwerks kann auch altes landwirtschaftliches Gerät und ein alter Mühlstein bestaunt werden.
Norden - Westgaster Mühle

Norden - Westgaster Mühle - WaffelnVon Juni bis Oktober wird jeden Donnerstag ab 13 Uhr frisch gebackenes Brot verkauft und ein Naturkostladen sowie eine gemütliche Teestube laden zum Verweilen ein.
Aufgrund der sehr warmen Temperaturen haben wir uns im Garten vor der Mühle unter den Obstbäumen einen schattigen Tisch ausgesucht. Hier kann man bei einer ostfriesischen Teezeremonie (Kluntjes-Kandis und ein Wölkchen Sahne), dazu selbstgebackene Waffeln, die Seele baumeln lassen. Es ist wirklich ein gemütlicher und ruhiger Ort, der uns zu Hause bereits von unseren Bekannten empfohlen wurde.
Norden - Westgaster Mühle - Bauerngarten


Bevor wir uns wieder auf unsere Fahrräder schwingen und zurück zu unserer Ferienwohnung radeln, machen wir noch einen Rundgang durch den Bauerngarten. Vorbei an einem Pavillon mit einer üppig rosa blühenden Kletterrose betreten wir den Perma-Garten.
Norden - Westgaster Mühle - Garten-Libelle





Ein handgefertigtes Unikat einer Garten-Libelle aus Metall und Draht dient als dekorativer Blickfang. Es ist ein Naturgarten aus Blumenwiese, Bauerngarten und essbarem Garten.

Norden - Westgaster Mühle - Klatschmohn





So stehen die auffälligen blauen, sternförmigen Blüten des Borretsch zwischen den leuchtend roten Blüten des Klatschmohns.

Das Konzept ist eine umweltfreundliche und nachhaltige Methode, um Lebensmittel anzubauen bei minimalem Arbeitsaufwand und gleichzeitig die Natur zu unterstützen. Pflanzen werden so kombiniert, dass sie sich gegenseitig vor Schädlingen schützen und den Boden optimal versorgen. Ja, wer träumt nicht von einem Garten, der sich fast von selbst pflegt und gleichzeitig eine reiche Ernte beschwert.

nach oben

zurück zu Reiseberichte - Übersicht

Reiseverlauf

Urlaub in Norddeich vom 21. bis 28. Juni 2026

Norddeich 2026

Fahrradtour ins Inland

Schloss Lütetsburg

Radtour nach Greetsiel

Radtour zur Seehund-Aufzucht-Station

 Letzte kleine Fahrradtour

rechtsneu
rechts2
rechts2a